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Weitere Förderungen

2021

Beobachtungsflüge über das Mittelmeer

51.000 €

Im Juli 2021 beschloss United4Rescue die Unterstützung der Organisation Ciel Solidaire, die ein Aufklärungsflugzeug betreiben. Mit Beobachtungsflügen über dem zentralen Mittelmeer hilft es, Boote in Seenot auszumachen und die Notfälle den Behörden zu melden, damit weniger Menschen ertrinken müssen. Außerdem ist das Flugzeug in der Lage, dringend benötigte Medikamente oder anderes Material für zivile Rettungsschiffe aus der Luft abzuwerfen. Auch illegale Push-backs durch Küstenwachen und libysche Milizen können aus der Luft gut dokumentiert werden. United4Rescue ermöglicht den Umbau des Flugzeugs und die erste Mission.

Ein schnelles Boot gegen Menschenrechtsverletzungen in der Ägäis

21.000 €

Im Juli 2021 beschloss United4Rescue die Unterstützung der griechischen Hilfsorganisation Attika Human Support. Sie betreibt auf der Insel Lesbos ein kleines Schnellboot. Denn auch in der Ägäis fliehen Menschen in Schlauchbooten über das Meer. Immer wieder kommt es zu Unglücken mit Toten, noch häufiger zu völkerrechtswidrigen “Push-Backs” durch die griechische Küstenwache, die die Schutzsuchenden Richtung Türkei abdrängt oder sogar auf offener See aussetzt. Mit dem Schnellboot kann Attika Human Support die Seenotfälle melden und Menschenrechtsverletzungen durch die griechische Küstenwache dokumentieren. Außerdem versorgt die Organisation neu ankommende Schutzsuchende mit dem Allernötigsten – wie beispielsweise warmer Kleidung und Hygieneartikeln. Die Förderung von United4Rescue sichert die Einsatzkosten des Schnellbootes für ein halbes Jahr ab bis Ende 2021 ab. Dadurch bleiben die Menschenrechtsverletzungen nicht ungesehen.

Einsatz der RESQ PEOPLE

75.000 €

Im September 2021 beschloss United4Rescue, die neu gegründete italienische Rettungsorganisation RESQ zu unterstützen. Im Juni 2020 kaufte die Organisation das Schiff ALAN KURDI des deutschen Vereins Sea-Eye und taufte sie RESQ PEOPLE. Mit dieser Förderung ermöglicht United4Rescue die Präsenz eines weiteren europäischen Rettungsschiffs auf dem zentralen Mittelmeer und stärkt zugleich das europäische Netzwerk von Rettungsorganisationen.

Miteinander reden und Flucht verhindern

10.000 €

Im September 2021 beschloss United4Rescue die „Palermo-Dakar-Convergences“ zu unterstützen. Bei dieser Konferenz trafen sich Mitte September 2021 in Palermo und Dakar zeitgleich engagierte Helfer:innen und Aktivist:innen, um gemeinsam zu planen, wie Solidarität und Unterstützung für Menschen unterwegs besser organisiert werden kann. Hierbei geht es sowohl um politische Ansätze in der Lobbyarbeit, als auch um praktische Hilfe. Mit der Förderung von United4Rescue wurden die Reisekosten von Konferenzteilnehmer:innen getragen, die es sich sonst nicht leisten könnten teilzunehmen.

Öffentliche Aufmerksamkeit für den Prozess „Free El Hiblu 3“

12.000 €

Im September 2021 beschloss United4Rescue das Bündnis „Free El Hiblu 3“ zu unterstützen, um auf die Kriminalisierung von ziviler Seenotrettung aufmerksam zu machen. 2019 hatten sich drei gerettete Jugendliche auf dem Öltanker El Hiblu erfolgreich dafür eingesetzt, dass über 100 Gerettete nicht nach Libyen, sondern nach Malta gebracht werden konnten. Weil sie dolmetschten und verhandelten sind sie wegen “Terrorismus” und “Piraterie” angeklagt. Ihnen drohen langjährige Haftstrafen. Das Bündnis „Free El Hiblu 3“ sorgt dafür, dass der Fall nicht in Vergessenheit gerät und sich möglichst viele Menschen für die Freilassung der drei Angeklagten einsetzen. Die Förderung von United4Rescue ermöglicht eine Personalstelle, die diese Aktivitäten koordiniert und eine Informationsbroschüre verfasst.

2020

Einsatz der „ALAN KURDI“

79.000 €

United4Rescue unterstützte im April 2020 die Rettungsorganisation Sea-Eye bei Missionskosten des Schiffes ALAN KURDI in Höhe von 79.000 Euro. Durch eine lange Blockade- und Quarantänezeit des Schiffes, kam es zu erheblichen ungeplanten Mehrkosten. Der nachfolgende Einsatz war akut gefährdet. Dank der Unterstützung konnte Sea-Eye die nächste Mission der ALAN KURDI vorbereiten und schnell wieder in den Einsatz starten.

Strategische Prozessführung KAUF DER SEBASTIAN K

5.000 €

United4Rescue unterstützte im Oktober 2020 die Rettungsorganisation Mare Liberum e.V. bei einer Klage gegen eine neue Regelung des deutschen Verkehrsministeriums, das zivilen Rettungsschiffen den Einsatz erschweren sollte. United4Rescue unterstützte dafür den Kauf der 14 Meter langen Segelyacht Sebastian K, mit der die Situation in der Ägäis, zwischen Griechenland und der Türkei, beobachtet wird. Weil der Sebastian K das Auslaufen verweigert wurde, reichte Mare Liberum beim Verwaltungsgericht Hamburg Klage ein. Erfolgreich! Das Gericht bestätigte die Blockade des Schiffes als rechtswidrig.

Die Änderung der Schiffssicherheitsverordnung des Bundesverkehrsministeriums vom März 2020 hätte vorab der Europäischen Kommission mitgeteilt werden müssen. Das sei nicht geschehen, womit die Änderung gegen Europarecht verstoße.

Das Projekt wurde auch vom Stiftungsfonds Seenotrettung und Sea-Watch gefördert.

Umbau der Ocean Viking

170.000 €

United4Rescue unterstützte im Herbst 2020 die Rettungsorganisation SOS Meditérranée bei Umbauten ihres Schiffes Ocean Viking mit 170.000 Euro. Zuvor hatten die italienischen Behörden vermeintliche Mängel am Schiff festgestellt und eine kostspielige technische Nachrüstung verlangt. So sollte das Schiff, wie so viele andere auch, am Retten gehindert werden. Dank der Hilfe von United4Rescue konnten die neu erhobenen Anforderungen schnell umgesetzt werden. Beispielsweise wurden große Rettungsinseln, zusätzliche Überlebensanzüge und speziell zertifizierte Rettungswesten angeschafft. Auch die Schiffszertifikate wurden erneuert. So konnte die Ocean Viking nach vergleichsweise kurzer Festsetzung wieder auslaufen. Im Januar 2021 war sie das einzige Rettungsschiff im Einsatz und rettete 370 Menschen.

Spendenkonto

United4Rescue – Gemeinsam Retten e.V.
IBAN: DE93 1006 1006 1111 1111 93
BIC: GENODED1KDB
Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank

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