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Weltflüchtlingstag 2026: Beim Namen nennen

Passionskirche, Berlin-Kreuzberg, 19.06.2026, 18:00 Uhr bis 20.06.2026, 21:00 Uhr — Gedenkaktion

Gedenken an Menschen, die auf der Flucht nach Europa gestorben sind

Seit 1993 hat UNITED for Intercultural Action über 72.000 Todesfälle von Menschen auf der Flucht dokumentiert - unter ihnen Kinder und Familien. Menschen, die oft namenlos gestorben sind und nirgends beerdigt wurden. Die Gedenkaktion „Beim Namen nennen“ will durch das Lesen der Namen und die Nennung der Todesumstände diese Schicksale öffentlich machen – und ein Zeichen setzen, dies nicht länger in Kauf zu nehmen.

Anlässlich des Weltflüchtlingstags 2026 erinnert die Gedenkaktion „Beim Namen nennen“ in der Passionskirche am Marheinekeplatz in Berlin-Kreuzberg an die Verstorbenen. Die Lesung der Namen und Todesumstände wird begleitet von Musik, Gesprächen, dokumentarischem Theater - und dem Appell an uns alle, dem Sterben auf der Flucht nicht länger zuzusehen.

Auftaktveranstaltung: Freitag, 19. Juni, 18:00 Uhr: Mit Szenen aus dem dokumentarischen Theater „Mittelmeer- Monologe“, einem Statement von Bischof Dr. Christian Stäblein, Flüchtlingsbeauftragter der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und Gesprächen über Gewalt und Sterben auf den Fluchtrouten nach Europa.

Namen lesen: Freitag, 19. Juni, ca. 19:30 Uhr durchgehend bis Samstag, den 20.6., 18:00 Uhr: Lesung der Namen bzw. Todesereignisse der Menschen, die auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind - jeweils in halbstündigen Abschnitten. Zur vollen Stunde gibt es einen kurzen musikalischen Beitrag, Worte, Stille und anderes. Gäste können jederzeit zur Lesung in die Passionskirche kommen.

Politisches Abendgebet zum Weltflüchtlingstag: Samstag, 20. Juni, 18:00 Uhr: „Beim Namen nennen“ endet mit einem politischen Abendgebet am Samstag, 20. Juni, um 18 Uhr in der Passionskirche. Unter der Überschrift „hinschauen-beten-handeln“ gedenken wir am Weltflüchtlingstag der Opfer von Fluchtbewegungen überall auf der Welt und speziell an den Grenzen Europas. Die Besucher:innen sind zum aktiven Gedenken, zum Gebet und zum Handeln eingeladen. Betroffene und Unterstützende kommen zu Wort, protestieren gegen alte und neue Ungerechtigkeiten und verabreden sich zum Handeln.

Weitere Informationen:
http://www.instagram.com/beimnamennennen.berlin

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